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SPEKTRUM Rot > 625nm

Rot! Rot, vorherrschend, ins Pinke übertretend und scharf abgetrennt durch eine dunkelst abgründigst tief schwarze Barriere von Blau, welches einen leichten grünlich schimmerden Balken über einer wabbernden Pinnwand bildet, welche ihre Form schier nicht halten kann!!

Das war das Problem an Timothy Learys Trip. Er verkaufte Bewusstseinserweiterung für Jedemann.

Ja… der Pilztrip neigt sich dem Ende. Ein wenig Traubenzucker sollen mir helfen meine neu gewonnenen Gedanken zu fassen und in eine für mich verständliche Ordnung zu bringen. Die Stimme Hunter S Thomsons hämmert noch in meinem Ohr. Hammer und Amboss! Purer Gonzo Journalimus… obzön subjektiv und herrlich berrauschend. Man muss die Objektivität einfach aufgeben. Schrei es lauter: Aufgeben!!!

Die Brausetablette hat sich teilweise gelöst, Luftblasen bilden einen Smiley am Boden des Glases welcher mich in meinem Vorhaben zu bekräftigen scheint. Auf; nur zu! Drogenschädel! Sag was gesagt werden muss… #

Einem Außenstehenden würde wohl lediglich ein Gefühl des Ekels übermannen, wenn er- warum auch immer- einen Blick auf die pure Verwüstung meines Zimmers werfen müsste. Doch er erkennt nicht die Geschichte, die Zusammenhänge!!!. Ach fast wie Kotze!.. Jeder Speibefleck Donnerstag früh auf der Zinsendorfgasse erzählt eine Geschichte! Wohl könnte ich ahnen… wenn vielleicht sogar aus eigener Erfahrung berichten… und doch ist es anders. Anders als die Anderen Male. Einzigartig.

Das Chaos hatte Besitz über das ganze Zimmer genommen. 15… 20 Quadratmeter vielleicht und kaum einer ist betretbar. Der blaue Bettbezug wirft noch seinen psychedelischen Schatten auf die Wand, welche dem Drogenhirn viele Geschichten zu erzählen vermag. Daneben eine Madratze, ohne Bezug; diesen findet man zwei Schritte weiter, bevor man auf ein Gewirr von Kabeln und Steckern stößt, welches, sollte man sich die Mühe machen dieses Gewirr zu verstehen, zu einem Laptop führt, welcher neben einem Drucker, Handtüchern, Boxershorts , Hosen , Pappkartons, Schüsseln, Kondomen, Messern, Gabeln, Gläsern und leeren und zerstörten CD Schachteln als ein vermeintlich perfektes Produkt dieser Gesellschaft erscheint. Daneben ein Kerl, wild tipselnd, nervös an seinen fingern kauend, den Mund sperrig offen und auf seiner Nase eine verspiegelte Fliegerbrille, schön groß um prozentuell so viel als möglich von seinem Gesicht zu verdecken. Das Licht des Laptops scheint ihn zu blenden, doch er findet gefallen an dem, was sich da am Laptop tut. Ein Lächeln… doch nun zurück! Es gab etwas, was es zu erzählen galt.

Flaues Gefühl im Magen. Bäh. Man sollte mehr LSD nehmen. Oder Meskalin? Muscimol? Macht dich Böse, Wotans Fleisch lässt dich die Kuh ficken. Besser nicht.
Wieder zurück zum Alkohol. RUM diary; dort fängt doch alles an. Ein Thomson hatte Jahrzehnte um die Entwicklung durchzumachen… ein Junge unserer Generation muss sofort aus dem Vollen schöpfen. Man kann noch nicht mal schwimmen und soll Schluchten, Wasserfälle, gefährliche Strömungen und Untiefen überwinden. Überleben ist angesagt.

Doch sollte man schweigen? Licht getränkt mit verwertbarer Information kämpft sich durch die dreckigen Gläser meiner Sonnenbrille. Man muss doch schweigen, wo es nichts zu sagen gibt.
31.10.06 19:04





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